Wünsche – der Zauber der Kindheit. Welche Bedeutung das Wünschen für Kinder hat und wie im Speziellen Mütter diese beeinflussen, erklärt Carmen Schenkel im Interview mit Toys.

Kinder wünschen sich in der Regel immer etwas und meist sind es viele Wünsche. Dies ist aber auch gut und wichtig. Denn durch Wünsche markieren Kinder ihre eigene Entwicklung und zeigen, dass sie etwas Neues in ihr Leben lassen. Folglich lässt sich anhand der vorhandenen Wünsche ablesen, an welcher Stelle sich das Kind in seiner psycho-sozialen Entwicklung befindet. Kinder drängen darauf, schnell selbstständig zu werden, wobei ihnen das Spielen und spielerische Nachahmen erwachsenen Verhaltens hilft. Im Kita- und Vorschulalter ist es zudem ganz normal, dass Kinder Spiele mit einer klassischen Rollenverteilung bevorzugen, da sie sich selbst als Mädchen und Jungen wahrnehmen und dies auch nach außen zeigen. Mit zunehmendem Alter wird dies immer unwichtiger.

In Bezug auf ihre Wunscherfüllung lassen Kinder nichts unversucht. Sie erkennen recht schnell, welche Wünsche von der Mutter unterstützt werden und welche nicht. In der Zeit vor dem Tag des Schenkens findet dann ein gegenseitiges Abklopfen zwischen dem Kind und der Mutter statt. Auch versuchen Mütter ganz bewusst, diese Wünsche zu steuern und filtern stark nach dem pädagogischen Mehrwert oder Interesse, den das Kind tatsächlich an dem Wunsch hat etc. Diese Wunschsteuerung seitens der Mutter wird gerade in der Weihnachtszeit besonders stark durch ihr eigenes inneres Kind beeinflusst.

Der Prozess des gegenseitigen Abklopfens zwischen den Müttern und ihrem Nachwuchs zeigt sich vor allem in den Wunschlisten vor Weihnachten. Im Herbst sind diese Wunschzettel beispielsweise noch prall und überfüllt, wohingegen sich ihr Inhalt immer weiter auf die wirklich „wichtigen“ und von der Mutter meist akzeptierten Wünsche der Kinder reduziert, je näher das Weihnachtsfest rückt.

Der Artikel „Ich wünsche mir …“ ist in Ausgabe 11-12 November/Dezember 2018 von TOYS erschienen – Link zum Artikel